Erste Nachricht über das Vorhandensein einer Orgel in der Kirche gibt es aus dem Jahre 1623.Diese erste Orgel war aber offenbar minderwertig, denn bereits 1640ist eine Reparatur durch einen unbekannten Meister für die damals hohe Summe von 450 Reichsthalern nachzuweisen.  Aus den Kirchenbüchern ist ersichtlich, dass der Organist aus dem benachbarten Schönberg 1670 drei Reichsthaler für die „Abnahme“ der Orgel erhielt. Deshalb ging man bisher davon aus, dass die Orgel in diesem Jahr von einem unbekannten Gönner gestiftet wurde, da keine gezahlte Summe und ebenso wenig ein Erbauer festgehalten sind.

 

Das Rätsel um die Entstehung der Orgel wird wohl nie ganz gelöst werden können. Im vergangenen Jahr ist eine neue Variante hinzugekommen: Auf der Suche nach alten Handwerksrechnungen im Landesarchiv Schloss Gottorf stieß der in der St. Katharinen-Kirche ehrenamtlich tätige Kirchführer Horst Perry zufällig auf eine Notiz, dass die Hagener Orgel 1715 von Orgelbauer Wieseaus Kiel erbaut sei. Auch wenn dem tatsächlich so sein sollte, ist zu vermuten, dass Teile der Vorgängerorgel(n) verwendet wurden.

 

Neben der historischen Barockorgel gibt es noch eine Truhenorgel, die 1999 von der international renommierten und auf den Bau historischer Tasteninstrumente spezialisierten Firma Henk Klop aus Garderen (Niederlande) stammt. Sie steht in der sogenannten „Da Lleno-Tradition“, d.h. alle Pfeifen sind aus Holz gefertigt. Sie ist mit ihren 7 Registern und einem angehängten Pedal großzügig disponiert und wird gelegentlich auf den Stimmton der großen Orgel gestimmt, sodass ein Musizieren mit zwei Organisten möglich ist.